Team Talk mit Jacqueline - Weiterbildung „Spezialistin für digitale Medien mit KI & Entwicklung für Web“

Date
March 9, 2026
Written by
Emily Finke
Reading time
6 min.
splendid Team Talk
Jacqueline ist seit August 2025 Teil des splendid learning Teams und arbeitet bei uns vor allem im Learning Design. Parallel dazu absolviert sie eine einjährige Weiterbildung zur „Spezialistin für digitale Medien mit KI & Entwicklung für Web“ bei der Bildungsinitiative Deutschland. Im Team Talk spricht sie darüber, wie sich der Quereinstieg in die digitale Kommunikation anfühlt, welche Inhalte sie gerade lernt und wie sie das neue Wissen direkt in ihre Projekte überträgt – inklusive eines kritischen Blicks auf KI im Alltag.
1. Jacqueline, du hast gerade eine neue Weiterbildung gestartet – was war der Auslöser?
„Ich komme als Quereinsteigerin in den Bereich der digitalen Kommunikation. Für mich ist vieles noch neu und anfangs auch ziemlich unverständlich gewesen. Genau das macht den Einstieg aber spannend: Ich lerne jeden Tag dazu, entdecke neue Zusammenhänge und merke, wie ich Schritt für Schritt sicherer werde. Der Reiz liegt für mich darin, mich in ein komplett neues Feld einzuarbeiten und mich dabei kontinuierlich weiterzuentwickeln.“
2. Wenn du die Weiterbildung in einem Satz zusammenfassen müsstest – worum geht’s wirklich?
„Das geht gar nicht in einem Satz. In den letzten sieben Wochen habe ich einen intensiven Mix aus ganz unterschiedlichen Bereichen kennengelernt: von Selbst‑ und Projektmanagement über Datenverarbeitung und Wettbewerbsanalysen bis hin zu digitalen Identitäten und Tools wie Canva, Figma oder N8N. Das war eine enorme Bandbreite, die mir gezeigt hat, wie vielseitig digitale Kommunikation tatsächlich ist. Und das ist erst der Anfang. Die Weiterbildung wird sich noch mit Themen wie Content-Erstellung, Grafik-, Foto- und Videoproduktion, dem Aufbau einer eigenen Website sowie den jeweiligen rechtlichen Grundlagen, Datenschutz und ethischen Fragestellungen beschäftigen. Für mich ist das eine spannende Chance, ein umfassendes Verständnis für die digitale Welt aufzubauen und mich Schritt für Schritt professionell darin zu verankern.“
3. Du bist bei splendid learning vor allem im Learning Design involviert – was machst du konkret?
„Besonders viel Freude habe ich an der Entwicklung interaktiver Elemente. Es macht mir Spaß, Lerninhalte so aufzubereiten, dass sie nicht nur informativ sind, sondern die Teilnehmenden aktiv einbeziehen und motivieren. Besonders gern arbeite ich an den interaktiven Elementen, weil sie das Lernen etwas lebendiger machen. Auch die QA‑Phase liegt mir, da ich dort in Ruhe testen kann, ob alles sauber funktioniert und stimmig aufgebaut ist.“
4. Warum passt die Weiterbildung gerade jetzt so gut zu deiner Rolle?
„Die Weiterbildung passt gerade jetzt sehr gut zu meiner Rolle, weil ich jede Woche mindestens sechs Schulungscalls habe – immer mit unterschiedlichen Dozenten und Teilnehmenden. Jeder bringt eigene Themen mit, die wir gemeinsam so lange auseinandernehmen, bis wirklich klar ist, worum es geht. Dabei sehe ich nicht nur, wie verschieden Menschen lernen, sondern auch, wie unterschiedlich die Dozenten Inhalte vermitteln. Diese Vielfalt zeigt mir jeden Tag, wie breit und spannend Lernen sein kann – und genau das greift die Weiterbildung perfekt auf.“
5. Welche Themen stehen auf dem Lehrplan – und welche haben dich schon in Woche 1 gepackt?
„Der Lehrplan ist wirklich umfangreich – die Weiterbildung geht ja ein ganzes Jahr. Für mich ist alles neu, und genau deshalb hat mich schon in der ersten Woche vieles direkt gepackt. Ich versuche, alles wie ein Schwamm aufzusaugen, weil es einfach spannend ist zu sehen, was in diesem Bereich alles möglich ist.“
6. KI ist Teil des Titels – wie wird KI in der Weiterbildung behandelt?
„KI wird in der Weiterbildung vor allem sehr praxisnah behandelt. Wir lernen zum Beispiel, wie wichtig ein gut formulierter Prompt ist und welchen Unterschied es macht, wenn man präzise beschreibt, was man von der KI erwartet. Gleichzeitig wird aber auch deutlich, dass KI zwar ein hilfreiches Tool ist, man die Ergebnisse aber immer kritisch prüfen sollte. Die Systeme entwickeln sich ständig weiter, und nicht alles, was ausgegeben wird, ist automatisch korrekt. Für mich ist es deshalb eine Mischung aus Toolset und Verantwortungsbewusstsein: KI sinnvoll nutzen, aber immer mit einem wachsamen Blick.“
7. Wie kann KI im Learning Design konkret helfen – ohne dass Qualität leidet?
„KI kann im Learning Design gut unterstützen, ohne dass die Qualität leidet – vor allem bei Aufgaben wie Recherche, dem Verbessern von Texten oder dem Aufbau einer sinnvollen Struktur. Für solche Schritte nutze ich KI gern, weil sie den Prozess schneller und übersichtlicher macht. Bewusst verzichten würde ich auf KI, sobald es um persönliche oder sensible Daten geht. Dort ist mir wichtig, alles selbst zu prüfen und keine Informationen in Systeme zu geben, die dafür nicht geeignet sind.“
8. Welche Learnings möchtest du sofort in laufende Projekte mitnehmen?
„Ich möchte viele der Inhalte direkt in laufende Projekte mitnehmen. Vor allem geht es mir darum, mit den neuen Programmen und Methoden eine bessere Qualität abzuliefern. Dazu gehört für mich auch, klarere Lernziele zu formulieren, damit die Inhalte noch gezielter aufgebaut sind. Gleichzeitig probiere ich gern Dinge aus, von denen ich vorher noch nie gehört hatte, und integriere sie Schritt für Schritt in meine Arbeit.“
9. Du lernst auch Medienkampagnen – was bedeutet das für Lernprodukte?
„Medienkampagnen helfen dabei, Lernprodukte so aufzubauen, dass sie nicht nur gut gestaltet sind, sondern auch wirklich gefunden und genutzt werden. Beim Funnel‑Denken schaut man sich den gesamten Weg der Lernenden an: Eine klare Landingpage, die das Lernprodukt verständlich macht, kurze Social‑Snippets, die das Interesse wecken, und ein logischer Übergang in den Kurs. So entsteht ein Lernprodukt, das nicht nur inhaltlich überzeugt, sondern auch gezielt dorthin führt, wo die Lernenden einsteigen sollen.“
10. Was ist für dich der größte Irrtum rund um „KI macht das schon“?
„Für mich liegt der größte Irrtum darin zu glauben, dass KI automatisch die beste oder richtige Lösung liefert. Seit ich damit arbeite, merke ich, wie wichtig mein eigenes Urteilsvermögen bleibt – besonders bei sensiblen Themen. KI kann Vorschläge machen, aber sie versteht nicht, welche Zwischentöne wichtig sind oder welche Formulierungen vielleicht unpassend wirken. Genau da braucht es weiterhin menschliche Erfahrung, Empathie und den Blick dafür, was wirklich stimmig ist.“
11. Welche Skills bleiben in der digitalen Kommunikation zeitlos – egal wie smart die Tools werden?
„In der digitalen Kommunikation gibt es Fähigkeiten, die unabhängig von neuen Tools oder Trends immer wichtig bleiben. Dazu gehört ein echtes Verständnis für die Zielgruppe – also zu wissen, was Menschen bewegt, wie sie Informationen aufnehmen und was sie anspricht. Genauso zeitlos sind gutes Storytelling und eine klare Struktur, weil sie jede Botschaft verständlicher und einprägsamer machen. Auch didaktisches Denken und eine durchdachte UX bleiben zentral, denn sie sorgen dafür, dass Inhalte logisch aufgebaut sind und sich intuitiv anfühlen. Diese Grundlagen tragen jede Form von Kommunikation, egal wie sehr sich die Technik weiterentwickelt.“
12. Wie organisierst du Lernen neben dem Vollzeitjob?
„Ich organisiere mein Lernen neben dem Vollzeitjob vor allem durch eine Mischung aus Routine und Verbindlichkeit. Einerseits muss ich dranbleiben, weil die Bildungsinitiative den Fortschritt kontrolliert – andererseits macht es mir wirklich Spaß, ständig Neues zu lernen. Trotzdem ist es natürlich anstrengend. Die Inhalte bauen logisch aufeinander auf, aber nur weil ich etwas einmal gesehen habe, heißt das nicht, dass ich es sofort verstehe. Deshalb schaue ich mir vieles mehrfach an und nutze auch mal das Wochenende, um Praxisaufgaben zu bearbeiten.
Was mir hilft: Ich kann jederzeit in den Calls Fragen stellen oder sogar Einzelstunden buchen, was unglaublich wertvoll ist. Und mein Team unterstützt mich total – wenn ich sage, dass ich Lernzeit brauche, ist das keine Diskussion. Diese Mischung aus Struktur, Unterstützung und echtem Interesse hält mich am Ball.“
13. Was wäre ein gutes Ergebnis nach 3 Monaten – woran würdest du merken: Das bringt richtig was?
„Ein gutes Ergebnis nach drei Monaten wäre für mich, wenn ich merke, dass ich das Gelernte wirklich in meinen Arbeitsalltag übertragen kann. Zum Beispiel, wenn ein konkreter Prozess schneller oder sauberer läuft, weil ich neue Methoden anwende – sei es bei der Strukturierung von Inhalten, der Planung kleiner Medienkampagnen oder beim Erstellen von Lernmaterialien. Ich würde es auch daran merken, dass ich weniger nachschlagen muss und sicherer in meinen Entscheidungen werde. Wenn ich also einen klaren Use Case habe, bei dem ich sagen kann: Das hätte ich vor drei Monaten so noch nicht hinbekommen, dann weiß ich, dass es richtig etwas bringt.“



